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Fragen und Antworten zur Telefonaktion am 25. November

 

Am 25. November fand die dritte Telefonaktion der Initiative Lichtblicke in diesem Jahr statt. Erneut nutzten zahlreiche Anrufer die Möglichkeit, sich kostenlos und anonym zum Thema Leber-Hirn-Störung beraten zu lassen. Mit unseren Experten Prof. Dr. Peter Malfertheiner (Magdeburg), Dr. Sören Siegmund (Konstanz) und Dr. Marc Nguyen-Tat (Mainz) standen Betroffenen, Angehörigen und Interessierten drei erfahrene Ärzte zur Verfügung. Seit Jahren betreuen sie Patienten mit Lebererkrankungen. Die häufigsten Fragen sowie die Antworten unserer drei Experten können Sie hier nachlesen.

Ich habe gehört, dass Kaffee trinken gut für die Leber ist. Stimmt das?

Tatsächlich konnte ein Forscherteam in einer Studie belegen, dass Kaffeetrinker, die mindestens zwei Tassen am Tag trinken, seltener an einer Leberzirrhose versterben. Der positive Einfluss ist aber abhängig von der Ursache der Leberzirrhose: Liegt eine ernährungsbedingte Fettleber vor, ist der Effekt besonders gut. Ist eine Virusinfektion (wie beispielsweise Hepatitis C) der Auslöser für die Leberzirrhose, konnten keine positiven Auswirkungen des Kaffees festgestellt werden.1

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1 Deutsche Leberstiftung (Hg.): Das Leberbuch, 2. Auflage, Hannover 2013

 

Wer kann an einer Leber-Hirn-Störung erkranken?

Die Leber-Hirn-Störung tritt bei Patienten auf, die an einer Leberzirrhose leiden oder bei denen akutes Leberversagen festgestellt wird. Zu bedenken ist, dass eine Leberzirrhose nicht nur durch langjährigen Alkoholmissbrauch entsteht; Umweltgifte, Übergewicht und auch eine Virusinfektion können weitere Ursachen sein.

 

Ist es möglich, dass ich an einer Leber-Hirn-Störung leide, wenn ich bereits eine chronische Niereninsuffizienz (Nierenunterfunktion) und Hepatopathie (Lebererkrankung) habe?

Es kommt auf die Art der Hepatopathie an. Liegt eine Leberzirrhose vor, sollte eine eventuell vorliegende Leber-Hirn-Störung ausgeschlossen werden. Liegt diese vor, ist unbedingt eine geeignete Therapie zu beginnen. Ob ein Zusammenhang zu Ihrer Niereninsuffizienz vorliegt, muss ein Arzt im Einzelfall prüfen.

 

Aufgrund einer Hepatitis C-Infektion wurde mir eine neue Leber transplantiert. Dennoch habe ich wieder einen Aszites (Wasserbauch) und akutes Nierenversagen. Dazu hatte ich mehrere Schübe einer Leber-Hirn-Störung. Was kann ich tun?

Suchen Sie das Gespräch mit Ihrem Transplantationszentrum und besprechen Sie dort die möglichen Therapieoptionen. Sowohl der Wasserbauch als auch die Leber-Hirn-Störung sollten unbedingt behandelt werden.

 

Während meines Berufslebens kam ich vermehrt mit Acetylen-Gas in Kontakt. Dadurch bin ich an Leberzirrhose und an einer Leber-Hirn-Störung erkrankt. Trotz Therapie hatte ich mehrere Rückfälle. Gibt es noch weitere Therapien?

Zur Behandlung der Leber-Hirn-Störung gibt es mehrere Therapiemöglichkeiten. Die für Sie beste sollten Sie mit Ihrem behandelnden Arzt absprechen.

 

Wegen einer bösartigen Leberkrebserkrankung (Hepatozelluläres Karzinom/HCC) musste ich operiert werden. Ist es möglich, dass ich an einer Leber-Hirn-Störung leide?

Generell besteht diese Möglichkeit nur, wenn eine Leberzirrhose oder akutes Leberversagen vorliegt. Um diese auszuschließen, sollten Sie sich darauf testen lassen. Liegt eine Zirrhose vor, ist auch eine Leber-Hirn-Störung möglich.

 

 

 

 

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