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Sommer, Sonne, Strandlektüre

 

News2 18

19.06.2018 – Nun ist die warme Jahreszeit endlich da, überall sprießen die Sonnenschirme wie Pilze aus dem Boden. Die Urlaubszeit naht, und mit ihr die Frage, welche Bücher zur Entspannung beitragen könnten.

Vielleicht ist das die Gelegenheit, um mal an die Gesundheit zu denken und so entspannt zu mehr Bewusstsein für den eigenen Körper und vielleicht sogar zu einem gesünderen Lebensstil zu finden. Zum Beispiel mit: Das Leber-Buch der Deutschen Leberhilfe. Es erklärt einfach und einprägsam die vielen Funktionen der Leber und was wir tun können, um dieses wichtige Stoffwechselorgan gesund zu halten. Die wichtigste Botschaft: schon kleine Änderungen im eigenen Verhalten können größere Verbesserungen für die Leber und die allgemeine Gesundheit anstoßen.

Das Ende meiner Sucht von Dr. Olivier Ameisen erzählt von einem langen, aber erfolgreichen Weg weg vom Alkohol. Eindrücklich und häufig ergreifend schildert der Autor, der selbst Arzt war, seine Erfahrungen mit vielen Versuchen der Alkoholentwöhnung, die aber am Ende mit einem Leben ohne Sucht belohnt wurden.

Der Bestseller Darm mit Charme von Giulia Enders erläutert spannend und unterhaltsam, was für ein wunderbares und hochkomplexes Organ der Darm ist. Hierbei geht die junge Medizinerin auch auf das Darmmikrobiom ein, welches nach der Meinung vieler Ärzte bei der Behandlung von Leberkrankheiten sehr wichtig ist.1 

Natürlich darf auch ein spannender Krimi bei der Reiselektüre nicht fehlen. In Requiem am Rialto von Nicolas Remin treibt während der venezianischen Karnevalszeit 1865 ein Mörder sein Unwesen. Der Leber kommt in dieser Geschichte eine ganz besonders makabre Bedeutung zu.

Egal ob Sie im heimischen Garten liegen oder den Strand im Süden nutzen, um wertvolles Vitamin D zu tanken: Wir wünschen Ihnen viel Vergnügen bei Ihrer Lektüre und hoffen, dass Sie eine angenehme und vielleicht auch lehrreiche Zeit verbringen.

1 Labenz J. (2017); Unter der Lupe: Das Darmmikrobiom und seine Bedeutung. Vortrag auf dem Kongress Viszeralmedizin 2017, Dresden.

DE/XIF5/0318/1239 

 


 

 

Ran an den Speck!

 

News2 18

06.04.2018 – War es eben noch klirrend kalt und man kuschelte sich am liebsten in eine Decke, so lockt nun der Frühling wieder nach draußen: Blumen sprießen aus der Erde, die Luft riecht frisch und ist gefüllt mit dem Gezwitscher der Vögel. Höchste Zeit, sich selbst vor die Tür zu wagen!

Auch wenn es anfangs vielleicht schwer fällt – ein aktiver Lebensstil hat viele positive Effekte, macht den Kopf frei und steigert das allgemeine Wohlbefinden. Gleichzeitig profitiert die Leber von der Bewegung, denn in Kombination mit bewusster Ernährung reduziert sich das Risiko, an einer Fettleber zu erkranken1.

Die nicht-alkoholische Fettleber, meist hervorgerufen durch einseitige oder übermäßige Ernährung, Stoffwechselstörungen oder Übergewicht1, ist die am weitesten verbreitete Lebererkrankung in Deutschland und betrifft etwa ein Drittel der Bevölkerung3. Dabei lagert die Leber über einen langen Zeitraum überschüssiges Fett ein, das unser größtes Stoffwechselorgan auf Dauer stark belastet. Dies kann dazu führen, dass sich die Leber entzündet und das Gewebe schließlich vernarbt – es droht eine Leberzirrhose2. Dabei kann schon eine Gewichtsabnahme um rund zehn Prozent den Leberfettgehalt signifikant senken. Wem die empfohlene halbe Stunde Sport zwei- bis dreimal pro Woche3 zu Beginn noch zu viel ist, kann mit überschaubarem Aufwand auch schon viel erreichen: Am einfachsten ist es, den Alltag bewegter zu gestalten und statt des Aufzugs lieber die Treppe zu nutzen, öfter mal aufs Rad zu steigen statt mit dem Auto zu fahren oder beim Einkaufen einfach etwas weiter vom Eingang entfernt zu parken. Und hat der Körper sich erstmal an die Bewegung gewöhnt, purzeln die Pfunde oft ganz von allein!

1 Deutsche Leberstiftung (Hrsg.): Das Leber-Buch, 3. Auflage, Hannover, 2016.
2 Wiegand J, Berg T: The etiology, diagnosis and prevention of liver cirrhosis—part 1 of a series on liver cirrhosis. Dtsch Arztebl Int 2013; 110(6): 85–91.
3 Pressemitteilung der Deutschen Gesellschaft für Gastroenterologie, Verdauungs- und Stoffwechselkrankheiten (DGVS), Juli 2015.

DE/XIF5/0218/1230

 


 

 

40 Tage ohne? 40 Tage voller Genuss!

 

News1 18

14.02.2018 – Nach der langen Winterzeit, die wir uns mit Weihnachten, Silvester und Fasching versüßt haben, wollen wir wieder zurück zu einem gesünderen Leben. Gerne wird die Fastenzeit, also die Spanne zwischen Karneval und Ostern, zum Anlass für einen Neuanfang genutzt.

40 Tage lang auf Süßigkeiten, fette Speisen oder Alkohol zu verzichten, kann die Basis für ein langfristig gesünderes Leben schaffen. Gerade der Verzicht auf alkoholische Getränke kann eine Befreiung für Körper und Seele sein, denn jedes Glas ist eine zusätzliche Belastung, insbesondere für die Leber. Bier, Wein und Co. sind auch in geringen Mengen schädlich:1 Bereits 30 g Alkohol pro Tag bei Männern und etwa 15 g bei Frauen können das Risiko für eine Leberzirrhose signifikant erhöhen. Das ist nicht viel - 30 g Alkohol entsprechen rund 300 ml Wein oder 600 ml Bier.2

Genießen wir statt dessen die gesunde Vielfalt, die die Natur für uns bereit hält. Matcha-Tees mit intensiver Farbe und zartem Duft, vitaminreiche Smoothies oder einfach frisch-perliges Mineralwasser – es gibt so viele Alternativen. Oder probieren Sie „fruit infused water“, also Wasser, das mit frischen Fruchtstücken aufgepeppt wird.

Und dann: Durchatmen und voller Lebenslust in den Frühling starten.

1 Deutsche Leberstiftung (Hrsg.): Das Leber-Buch, 3. Auflage, Hannover, 2016
2 http://www.deutsche-leberstiftung.de/hilfe/informationsmaterialien/faltblatt__leber-und-alkohol_april-2016_web_geschuetzt

DE/XIF5/0218/1223

 

 


 

 

„O du köstliche“

 

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22.12.2017 – Der Weihnachtsmarkt öffnet seine Tore, es riecht nach Bratäpfeln, gebrannten Mandeln und frischen Plätzchen. Was köstlich duftet, bedeutet für unsere Leber aber oft Schwerstarbeit: Übermäßiges fettes Essen, wie die Bratwurst auf die Hand oder frittierter Kartoffelpuffer, belastet die Leber ebenso, wie zu viele Lebkuchen, kandierte Nüsse oder Schokolade.

Bei einem langfristigen, übermäßigen Konsum fett- und zuckerhaltiger Lebensmittel steigt das Risiko für eine nicht-alkoholische Fettleber. Hierbei werden überschüssige Fette in der Leber eingelagert und deren Stoffwechselprozesse gehemmt1. Unbehandelt kann sich daraus langfristig eine Leberzirrhose entwickeln. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung empfiehlt deshalb, auch in der Weihnachtszeit auf eine ausgewogene Ernährung zu achten. Dazu zählt eine ballaststoffreiche Ernährung mit Vollkornprodukten, Hülsenfrüchten, Obst und Gemüse – Plätzchen, Weihnachtsgans und Schokolade besser nur in geringen Mengen genießen. Weihnachten und somit auch die Köstlichkeiten kommen ja bekanntlich alle Jahre wieder.

 

1 H Dancygier et al. Das Leber Buch 2016. 3:14.

DE/XIF5/1217/1169

 

 


 

 

Telefonaktion zum deutschen Lebertag - An die Leber denken rettet Leben!

 

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Anlässlich des 18. Lebertags veranstaltet die Initiative Lichtblicke eine kostenlose Telefonaktion. Unter der Telefonnummer 0800 / 589 03 07 stehen Ihnen am 15. November 2017 von 16 - 18 Uhr drei erfahrene Ärzte zur Verfügung, um alle Ihre Fragen rund um die Leberzirrhose zu beantworten.


Die Leber ist das wichtigste Entgiftungsorgan unseres Körpers.1 Erfüllt sie diese Funktion nicht mehr richtig, kann es zu schweren Komplikationen und Folgeerkrankungen kommen. Doch trotz der großen Bedeutung der Leber für unsere Gesundheit werden Lebererkrankungen oft zu spät bemerkt - denn die Leber leidet still. Sie empfindet keinen Schmerz und kann so nicht rechtzeitig „Alarm schlagen“, wenn sie durch Krankheiten oder eine bestimmte Lebensweise bedroht ist. Daher denken auch nur wenige beim jährlichen Gang zur Vorsorgeuntersuchung beim Hausarzt daran, nach einer Überprüfung der Leberwerte zu fragen. Doch vor allem erhöhter Alkoholkonsum, Übergewicht und Bewegungsmangel1 können die Wahrscheinlichkeit, an einem Leberleiden zu erkranken, erhöhen.
Was kann man tun, um die Leber zu schützen? Was sagen Leberwerte aus? Wenn die Leber einmal krank ist – was hilft? Wenn Sie solche oder ähnliche Fragen rund um unser wichtigstes Entgiftungsorgan haben, stehen unsere Experten Ihnen am 15. November von 16 bis 18 Uhr gerne zur Verfügung. Die Anrufe sind kostenlos.

Sie haben die Aktion verpasst? Kein Problem! Die wichtigsten und am häufigsten gestellten Fragen können Sie im Anschluss hier auf www.leber-hirn-stoerung.de nachlesen.

 

1 Deutsche Leberstiftung (Hg.): Das Leber-Buch, 2. Auflage, Hannover, 2013

DE/XIF5/1017/1125

 

 


 

 

Weniger Tierversuche durch virtuelle Leber

 

Bild News422.08.2017 – Die Leber ist unser größtes inneres Organ und spielt eine wichtige Rolle bei der Entgiftung des Körpers und der Verdauung von Fettsäuren. Dazu produziert sie Gallenflüssigkeit, die in den Darm transportiert wird.

Wird der Gallenfluss aber gestört, können sich Giftstoffe in der Leber ansammeln. Forscher des Max-Planck-Instituts für molekulare Zellbiologie und Genetik in Dresden haben es jetzt geschafft, den Gallenfluss durch die Gallenkanälchen einer Mäuseleber zu simulieren.1 Sie haben dafür verschiedene hochauflösende Mikroskopietechniken angewandt und ein 3D-Modell des Gallennetzwerks bis hinein in die einzelnen Leberzellen entworfen. Mit dem Modell wollen die Forscher künftig Lebererkrankungen besser verstehen und zum Beispiel die Auswirkungen von Medikamenten auf die Leberfunktion untersuchen und vorhersagen.

Die Genauigkeit des Modells wurde mit einer simulierten Überdosierung von Paracetamol getestet. Die erwarteten Auswirkungen auf den Gallenfluss und die Leberfunktion konnten präzise berechnet werden.1

Der nächste Schritt besteht nun darin, das 3D-Modell auf die menschliche Leber zu übertragen. Der Leiter des Forschungsteams Prof. Dr. Marino Zerial betonte, dass das Modell äußerst hilfreich für die Entwicklung neuer Medikamente sein kann. Zurzeit müssen alle Medikamente vor der Anwendung am Menschen an Tieren getestet werden und das wird sich auch nicht so schnell ändern. Wenn man aber in der Lage ist, die Wirkungen eines Medikaments mit dem Modell vorherzusagen, kann das durchaus die Anzahl der Tierversuche in Zukunft verringern.2

 

1 Meyer K et al, A Predictive 3D Multi-Scale Model of Biliary Fluid Dynamics in the Liver Lobule, Cell Systems, 2017 Mar; S2405-4712(17):30052-2; doi: 10.1016/j.cels.2017.02.008.
2 Max-Planck-Gesellschaft, Virtuelle Leber könnte Zahl der Tierversuche verringern, Pressemitteilung vom 27. März 2017, https://www.mpg.de/11186162/virtuelle-leber (abgerufen am 05-05.2017)

DE/XIF5/0817/1030

 


 

 

 

Hunger-Stress durch Fasten und welchen Einfluss er auf die Leber haben kann

 

News Hunger Stress Fotolia 141608031 M22.06.2017 – Das Heilfasten ist in den letzten Jahren immer mehr zu einem beliebten Trend geworden. Es soll den Körper von Schadstoffen reinigen, beim Abnehmen helfen und dauert im Durchschnitt wenige Tage bis maximal sechs Wochen. Durch das Fasten wird die Nährstoffzufuhr unterbrochen und der Körper beginnt eigelagerte Nährstoffe aus dem Bindegewebe zu „plündern“.1 Das bedeutet natürlich Stress für unseren Körper. Wie genau das funktioniert und welchen Einfluss die Leber dabei hat konnten Forscher des Deutschen Krebsforschungs-Institutes (DKFZ) und des Helmholtz-Zentrum München im letzten Jahr nachweisen. Sie fanden heraus, dass ein bestimmtes Eiweiß während des Fastens in der Leber vermehrt produziert wird. Dieses Eiweiß ist eigentlich nur im Zusammenhang mit der Reparatur von DNA-Schäden bekannt, sorgt aber nach den neuen Erkenntnissen auch für eine Verbesserung des Fett- und Zuckerstoffwechsels. Dazu wurden Leberzellen von Probanden, die zuvor auf Diät gesetzt wurden, auf fastenbedingte Unterschiede hin untersucht. Maus-Modelle, denen das Eiweiß gänzlich fehlt, entwickelten häufig eine Fettleber. Wurde den Mäusen das Eiweiß nachträglich verabreicht, bildete sich die Fettleber schnell zurück. 2 Das Eiweiß sorgt also dafür, dass der Stoffwechsel in der Leber an den Hunger-Stress während dem Fasten angepasst wird. Diese Erkenntnisse könnten therapeutisch genutzt werden, um in den Fett- und Zuckerstoffwechsel einzugreifen3.Fasten und der damit verbundene Hunger-Stress könnten daher ein Ansatz sein, um zum Beispiel die Fettleber zu behandeln. Auch bei schwerwiegenden Lebererkrankungen kann Heilfasten eine Möglichkeit zur Verbesserung des Leberstoffwechsels sein. Eine Fastenkur sollte in allen Fällen allerdings mit dem behandelnden Arzt besprochen werden, da Fasten zum Beispiel bei der Leberzirrhose kontraindizierend wirken kann.

 

1 Stange, Rainer/Leitzmann, Claus (2010): Ernährung und Fasten als Therapie. Heidelberg, Berlin: Springer Verlag.
2 Fuhrmeister J et al, Fasting-induced liver GADD45β restrains hepatic fatty acid uptake and improves metabolic health, EMBO Mol Med. 2016 Jun; 8(6):654-69; doi: 10.15252/emmm.201505801. Print 2016 Jun. 3Pressemitteilung des Helmholtz Zentrum Münschen vom 09.05.2016, https://www.helmholtz-muenchen.de/aktuelles/uebersicht/pressemitteilungnews/article/34525/index.html (abgerufen am 04.07.2017).

DE/XIF5/0717/0992

 


 

 

Neue Forschungsergebnisse: Bakterielle Infekte bei Leberzirrhose

 

Fotolia 113973944 S Bakterium25.04.2017 - In Europa sterben pro Jahr etwa 170.000 Menschen an einer Leberzirrhose. Bei rund einem Drittel der Fälle führen bakterielle Infekte zum Tod.

Bei Patienten mit Leberzirrhose arbeitet das Immunsystem nicht richtig – die Ursachen waren jedoch bislang unklar. Kürzlich haben Forscher des Uniklinikums Bonn und der TU München herausgefunden, was für einen grundlegenden Aspekt der Schwächung des Immunsystems verantwortlich ist.

Liegt eine Leberzirrhose vor, ist häufig auch die Darmwand des Patienten geschädigt. Dadurch verliert sie ihre Funktion als Barriere gegenüber natürlichen Darmbakterien, sodass diese ins Blut gelangen können.

Bei Untersuchungen an Mäusen mit Leberzirrhose wurde festgestellt, dass Immunzellen auf diese Bestandteile der Bakterien im Blut reagieren. Sobald dann zusätzlich ein Krankheitserreger in den Körper eindringt, reagiert das Immunsystem über und bricht schließlich zusammen, was zu einem tödlichen Ausgang der eigentlich harmlosen Infektion führen kann. Ähnliche Ergebnisse zeigten auch Untersuchungen bei Patienten mit Leberzirrhose. Basierend auf diesen Ergebnissen könnten zielgerichtete Therapien zukünftig dazu beitragen, das Immunsystem von Zirrhose-Patienten bei bakteriellen Infektionen zu stabilisieren4.

 

1 Gut microbial translocation corrupts myeloid cell function to control bacterial infection during liver cirrhosis, „Gut“, Hackstein C-P , et al.; DOI: 10.1136/gutjnl-2015-311224
2 „The Liver May Act as a Firewall Mediating Mutualism Between the Host and Its Gut Commensal Microbiota”, Maria L. Balmer et al.; Science Translational Medicine, DOI: 10.1126/scitranslmed.3008618
3  http://www.aerztezeitung.de/medizin/krankheiten/infektionskrankheiten/article/916537/forschung-infekte-zirrhose-problem.html (Abruf 27.03.2017)
4 https://www.tum.de/die-tum/aktuelles/pressemitteilungen/detail/article/33274/ (Abruf 27.03.2017)

 

DE/XIF5/0417/0913

 


 

Kaffee ist gut für die Leber

 

Fotolia 71933618 S06.02.2017 - Kaffee ist aufgrund seines Geschmacks und seiner wachmachenden Wirkung aus dem Alltag vieler Menschen nicht wegzudenken. Untersuchungen und Studien der letzten Jahre haben darüber hinaus gezeigt, dass Kaffee sich auch positiv auf die Gesundheit auswirken kann.

Besonders die Leber profitiert vom Kaffeekonsum: So kann Kaffee den Verlauf einer Leberentzündung günstig beeinflussen und einer Leberfibrose vorbeugen1. Bei dieser Erkrankung vernarbt die Leber zunehmend und es kann schließlich eine Leberzirrhose entstehen. In diesem Stadium ist die Leber so geschädigt, dass sie den Körper nicht mehr ausreichend entgiften kann.

Einer italienischen Studie zufolge besitzen Menschen mit einem hohen Kaffeekonsum zudem ein bis zu 50 Prozent geringeres Risiko, an Leberzellkrebs zu erkranken2. Verantwortlich für diese Effekte sind Stoffe im Kaffee, die häufig erst beim Röstvorgang entstehen. Äußerst gesund ist dabei eine Gruppe pflanzliche Stoffe (Polyphenole), die in besonders hoher Konzentration im Kaffee enthalten sind3.

Für Patienten mit Lebererkrankungen oder Menschen, die gesundheitsbedingt stärker auf ihre Leber achten müssen, empfehlen Forscher daher einen täglichen Konsum von 3-4 Tassen Kaffee4. Besonders gesund ist koffeinhaltiger Filterkaffee ohne Milch.

 

1 Bambha K et al, Coffee consumption in NAFLD patients with lower insulin resistance is associated with lower risk of severe fibrosis, Liver Int. 2014 Sep;34(8):1250-8; doi: 10.1111/liv.12379. Epub 2013 Nov 24

2 Bravi F et al, Coffee drinking and hepatocellular carcinoma risk: a meta-analysis, Hepatology, 2007 Aug;46(2):430-5

3 Taguchi C et al, Estimated Dietary Polyphenol Intake and Major Food and Beverage Sources among Elderly Japanese, Nutrients 2015, 7(12), 10269-10281; doi:10.3390/nu7125530

4 Prim. Prof. Dr. Ludwig Kramer. Schützt Kaffee die Leber – oder doch viel mehr? Nutrition News, 2016;4:9-11

DE/XIF5/0217/0868

 


 

Aktiv gegen die Fettleber

 

News 615.12.2016 - Laut Schätzungen ist weltweit jeder fünfte Mensch von einer Fettleber betroffen – Tendenz steigend. Neue Studien haben jetzt ergeben, dass sich eine konsequente Gewichtsabnahme günstig auf eine nichtalkoholische Steatohepatitis (NASH) auswirkt. Diese Leberentzündung kann im schlimmsten Fall zu einer Leberzirrhose führen.

Ein kubanisches Forscherteam verordnete 293 NASH-Patienten ein einjähriges Diät- und Bewegungsprogramm. Männer und Frauen, die mehr als 20g bzw. 10g Alkohol am Tag zu sich nahmen, wurden von der Untersuchung ausgeschlossen. Das mittlere Alter der Patienten betrug 50 Jahre; ihr Body-Mass-Index 31 – dies entspricht starkem Übergewicht. Nach einem Jahr stimmten 261 Patienten einer Leberbiopsie zu, um die Auswirkungen der Lebensstiländerung genau untersuchen zu können.

Die Ergebnisse der Forschergruppe zeigen, dass Betroffene selbst etwas für ihre Lebergesundheit tun können. Bei praktisch allen untersuchten Leberwerten galt: Je höher das verlorene Gewicht, desto besser war die Wirkung auf die jeweiligen Werte. Insgesamt ließ sich festhalten, dass eine Gewichtsreduktion von sieben bis zehn Prozent notwendig ist, um die Leberwerte bei Übergewichtigen wesentlich zu verbessern.

 

1Vilar-Gomez et al. Gastroenterology 2015:149:367–378
2Ärzte Zeitung vom 10. August 2015

DE/XIF5/1216/0829

 


 

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