Weiterbehandeln heißt Episoden verhindern

 

 

Patienten mit Hepatischer Enzephalopathie (HE), die aufgrund einer akuten Episode stationär behandelt wurden, sollten nach dem Krankenhausaufenthalt vom behandelnden Hausarzt konsequent weiterbehandelt werden, um neuen Episoden vorzubeugen1. Bei alkoholinduzierter Leberzirrhose ist die HE die Komplikation, die mit der höchsten Mortalitätsrate verknüpft ist2.

 

Wirkweise

 

stopRifaximin-α ist ein bakterizid wirkendes Arzneimittel, das nur im Darm wirkt, praktisch nicht resorbiert und und während der gastrointestinalen Passage nicht metabolisiert wird. Rifaximin-α ist ein antibakterielles Arzneimittel der Rifamycin-Klasse. Es bindet irreversibel an die Beta-Untereinheit der bakteriellen DNA-abhängigen RNA-Polymerase und hemmt so die bakterielle RNA-Synthese. Das Spektrum der antimikrobiellen Aktivität von Rifaximin ist breit. Es schließt die meisten grampositiven und gramnegativen, aeroben und anaeroben Bakterien mit ein, darunter auch die Ammoniak produzierenden Spezies. Dadurch wird die Produktion von Ammoniak und anderen Substanzen, die für die Pathogenese der Hepatischen Enzephalopathie von Bedeutung sind reduziert. Zwar entwickeln sich gegen Rifaximin-α resistente Stämme, diese sind jedoch instabil und nicht fähig, den Gastrointestinaltrakt zu besiedeln oder Rifaximin-sensitive Stämme zu verdrängen. Eine klinisch relevante Resistenzentwicklung ist nicht bekannt; dies bedeutet für die praktische Anwendung: keine Angst vor einem längeren Einsatz dieses Antibiotikums zur Prophylaxe von HE-Episoden.1

Aufgrund der Pyridoimidazol-Struktur wirkt Rifaximin ausschließlich im Darm. Es wird zu weniger als einem Prozent resorbiert und während der gastrointestinalen Passage nicht metabolisiert. 97 Prozent der verabreichten Dosis werden über den Stuhl ausgeschieden, maximal 0,4 Prozent über den Urin.10

 

 

Zur Rezidivprophylaxe der HE ist seit 2013 Rifaximin-α, ein praktisch nicht-resorbierbares, topisch wirksames Antibiotikum verfügbar1. Es kann die Teilung der Harnstoff desaminierenden Bakterien hemmen und reduziert dadurch auch die Produktion von Ammoniak und anderen Substanzen, die für die Pathogenese der Hepatischen Enzephalopathie vermutlich von Bedeutung sind. Dadurch werden HE-Episoden effektiv reduziert3* und die Lebensqualität signifikant gesteigert4. Der Wirkstoff weist ein gutes Sicherheitsprofil auf, und Patienten zeigen auch in der Langzeitanwendung eine hohe Therapietreue.

 

Eine Langzeitanwendung ist möglich, jedoch sollte bei einer Behandlung über sechs Monate hinaus der Nutzen gegenüber den Risiken individuell abgewogen werden1. Wie schon die Diagnose, erfolgt auch die Verlaufskontrolle der HE anhand der klinischen Symptomatik und psychometrischer Testverfahren wie dem Zahlenverbindungstest5.

 

* 91 % der Patienten in beiden Behandlungsarmen erhielten als Begleitmedikation Lactulose. DE/XIF5/0217/0869
1 Fachinformation XIFAXAN® 550mg 07/2016
2 Jepsen P et al. Hepatology 2010; 51(5):1675–82
3 Bass NM et al. N Engl J Med 2010; 362(12):1071–81
4 Sanyal A et al. Aliment Pharmacol Ther 2011; 34:853–61
5 Jablonowski H. Thieme Praxis Report 2014; 6(1):1-16
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