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Akuttherapie und Prophylaxe

 

terapie 01Bei der Behandlung der Hepatischen Enzephalopathie steht nicht nur eine Akuttherapie, sondern auch die Prophylaxe erneuter Episoden im Vordergrund. Wichtig ist zunächst die Erkennung und Vermeidung der auslösenden Faktoren, was bei einem Großteil der Patienten zu einer Verbesserung der klinischen Symptomatik führt1. Ergänzend dazu kommen diätetische und medikamentöse Maßnahmen zum Einsatz. Studien zeigen, dass sich kein Vorteil durch eine diätetische Proteinrestriktion ergibt. Vielmehr sollte eine tägliche Eiweißzufuhr von 1,2–1,5 g/kg Körpergewicht gewährleistet sein, wobei pflanzliches Eiweiß gegenüber tierischem bevorzugt werden sollte2,3. Für die medikamentöse Therapie der HE stehen folgende Möglichkeiten zur Verfügung:

 

Ornithin-Aspartat

Das Therapieprinzip von L-Ornithin-L-Aspartat beruht auf der Reduktion des Blutammoniaks. Es ist in der Lage, die Entgiftung von Ammoniak durch Stimulation der gestörten Harnstoff- und Glutaminsynthese in der Leber zu fördern. L-Ornithin-L-Aspartat wird bei der Behandlung des hepatischen (Prä-)Komas und der episodischen Hepatischen Enzephalopathie zur Akuttherapie bei minimaler und manifester HE eingesetzt4.

 

Lactulose

Das nicht-resorbierbare, laxierend wirkende Disaccharid Lactulose wird seit vielen Jahren sowohl zur Akuttherapie als auch zur Prophylaxe eingesetzt. Es bewirkt eine Absenkung des pH-Wertes im Kolon, wodurch die Absorption von Ammoniak erschwert und die Anzahl Ammoniak-produzierender Bakterien gesenkt wird5. Bei komatösen Patienten kann Lactulose auch über eine Ernährungssonde oder als Einlauf appliziert werden.

 

Rifaximin

Rifaximin-α ist in Deutschland seit Februar 2013 zur Verminderung des Wiederauftretens von Episoden einer manifesten HE zugelassen und reduziert diese signifikant. Die Lebensqualität der Patienten kann dadurch verbessert und die Rezidivrate der HE vermindert werden6*,7**. Auch psychomotorische Auffälligkeiten bei Patienten mit minimaler HE (Stadium 0 nach den West Haven-Kriterien) können gebessert werden8. Das darmselektive, praktisch nicht-resorbierbare Antibiotikum zeichnet sich durch eine sehr gute Verträglichkeit aus7**.

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1 Zhan T et al. Dtsch Ärztebl Int 2012; 109(10):180-7 2 Jablonowski H. Praxis Report Thieme 2014;6(1):1-6 3 Labenz J et al. Thieme Praxis Report 2014;6(8):1-12 4 Fachinformation Hepa-Merz® Infusionslösungs-Konzentrat, Stand 01/2015 5 Fachinformation Lactulose-ratiopharm® Sirup, Stand 06/2014 6 Bass NM et al. N Engl J Med 2010;362(12):1071–81 7 Mullen KD et al. Clin Gastroenterol Hepatol 2014;12(8):1390–1397 8 Butterworth RF. Am J Gastroenterol 2011; 106:317-318 *91 % der Patienten in beiden Behandlungsarmen erhielten als Begleitmedikation Lactulose. **89,8 % der Patienten erhielten als Begleitmedikation Lactulose. DE/XIF5/0217/0869
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